Privatvisum

 

Ein Privatvisum wird für ausländische Staatsbürger ausgestellt, die aufgrund einer Einladung, erteilt auf Antrag eines russischen Staatsbürgers, eines ausländischen Bürgers mit der rechtmäßigen Aufenthaltserlaubnis in der Russischen Föderation oder einer juristischen Person, zu Besuchszwecken mit der Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tage in die Russische Föderation einreisen.

 

Für die Erteilung eines Privatvisums sind folgende Unterlagen vorzulegen:

 

1. Einladung im Original, ausgestellt durch die Behörden des russischen Innenministeriums der Russischen Föderation oder derer lokalen Vertretungen;

 

2. Ein gültiger Reisepass mit mindestens zwei leeren Seiten (nebeneinander), mindestens 6 Monate nach Ablauf des Visums gültig.

Ein Pass darf keine Zweifel hinsichtlich der Echtheit seiner Zugehörigkeit dem Passinhaber erregen, keine Vermerke, Eintragungen, Korrekturen oder Retuschierungen aller Art, die von den zuständigen Behörden eines ausländischen Staates nicht beglaubigt sind, keine ausgerissene oder genähte Seiten enthalten;

 

3. Visumantrag (elektronisch auf Russisch oder Englisch ausgefüllt).

Wenn Sie einen Visumantrag direkt beim Generalkonsulat in Leipzig einreichen möchten, müssen Sie beim Ausfüllen elektronischer Visumanträge als Empfänger "Consulate General of Russia in Leipzig" wählen (s. Anhang ). Elektronische Visumanträge, gerichtet an das russische Visumzentrum, werden vom Generalkonsulat aus technischen Gründen nicht akzeptiert.

4. Ein Passbild im Format 3,5 x 4,5 (nur farbig), Gesicht frontal von vorne aufgenommen, auf weißem Hintergrund, ohne abgedunkelte Brille;

 

5. Krankenreiseversicherungsnachweis

(von einem in Russland anerkannten deutschen Versicherungsunternehmen, gültig für die Gesamtdauer des geplanten Aufenthalts in Russland);

 

6. Einkommensnachweis bzw. ein gleichwertiger Rückkehrwilligkeitsnachweis des Antragsstellers (z.B. Kontoauszug).

 

Gemäss dem Gesetz der Russischen Föderation № 24 vom 03.09.2010 haben die in Deutschland aufhaltenden russischen Staatsangehörige die Möglichkeit, aufgrund einer schriftlichen Erklärung ein Privatvisum für ihre minderjährigen Kinder (bis 18 Jahre alt) oder Ehepartner zu beantragen. Dabei sind die Kopien des russischen Reisepasses und der Geburtsurkunde des Kindes oder Heiratsurkunde vorzulegen. 

 

Sonderfälle (ohne Termine)

 

Für Personen, die in Russland Soldatengräber oder zivile Gräber besuchen (Abkommen Russland – EU, Russland-Norwegen, Russland-Dänemark, Russland-Island, Russland-Schweiz):


- ein amtliches Dokument im Original oder beglaubigte Kopie, ausgestellt von den zuständigen russischen Behörden oder vom Roten Kreuz, in dem die Existenz des Grabes bestätigt wird;

- ein Dokument im Original oder in Kopie, in dem der Verwandtschaftsgrad (Verwandte in gerader Linie*) zwischen dem Antragsteller und dem Begrabenen bestätigt wird.


Für Personen, die Soldatengräber oder zivile Gräber besuchen wollen, wird in der Regel kurzfristiges Privatvisum für die Aufenthaltsdauer bis 14 Tagen ausgestellt.*  Zu den Verwandten in gerader Linie zählen Eltern, Kinder, Enkelkinder, Ehegatten, Großeltern, Geschwister.

 

Für die Einreise in die Russische Föderation zum Zwecke der Inanspruchnahme dringender medizinischer Hilfe, zum Besuch eines schwer kranken Verwandten ersten Grades oder zur Beerdigung eines nahen Verwandten für einen ausländischen Staatsbürger kann auf Antrag des ausländischen Staatsbürgers und aufgrund der Entscheidung des Botschafters oder Generalkonsuls der Russischen Föderation ein Privatvisum erteilt werden. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

- schriftliche Bestätigung einer russischen medizinischen Einrichtung, ausgestellt auf dem offiziellen Briefbogen der Einrichtung (mit dem Dienststempel versiegelt) , über die Notwendigkeit medizinischer Hilfe, Dringlichkeit einer Behandlung oder Untersuchung, oder über Schwere der Erkrankung pflegebedürftiger Person;

- oder Sterbeurkunde eines Bürgers, nahen Verwandten des Antragsstellers (Ehemann, Ehefrau, Kinder, Eltern, u.a. von der Ehefrau oder vom Ehemann, falls einer der Ehegatten als Begleitperson einreisen will), Schwester, Bruder);

- oder Telegramm über den Tod des nahen Verwandten mit einem Vermerk des Telegrafenbeamten;
Dokument, in dem die nahe Verwandtschaft des reisenden Antragsstellers und der besuchten oder verstorbenen Person bestätigt wird.